Ihr Werkzeuglieferant bietet "Kalibrierung inklusive" an. Klingt gut - aber was steht wirklich dahinter? Handelt es sich um eine DAkkS-akkreditierte Kalibrierung mit gesicherter Rückführbarkeit? Oder um eine Werkskalibrierung, die zwar ein Zertifikat ausstellt, aber kein Akkreditierungszeichen trägt? Im Alltag mag dieser Unterschied unerheblich wirken. Im Audit oder Schadensfall kann er entscheidend sein.
In diesem Artikel erklären wir Ihnen sachlich und ohne Wertung, was beide Verfahren unterscheidet - und wann Sie welche Kalibrierung tatsächlich benötigen. Als zweiter Teil unserer Praxis-Kampagne "Kalibrierung & Service" baut dieser Beitrag direkt auf die Grundlagen auf, die wir in unserem Guide zum Drehmomentschlüssel kalibrieren erläutert haben.
Was ist eine Werkskalibrierung?
Die Werkskalibrierung - auch ISO-Kalibrierung genannt - wird durch den Hersteller oder ein nicht-akkreditiertes Labor durchgeführt. Kalibrierungen außerhalb einer Akkreditierung basieren stets auf der freiwilligen Selbstverpflichtung des jeweiligen Labors und unterliegen keiner Kontrolle durch die DAkkS.
Das Ergebnis ist ein Werkskalibrierschein, der Messwerte und Abweichungen dokumentiert - jedoch ohne das DAkkS-Akkreditierungszeichen. Akkreditierte Kalibrierscheine müssen das DAkkS-Logo sowie eine individuelle Akkreditierungsnummer tragen. Werkskalibrierscheine enthalten dieses Symbol nicht und werden entsprechend nicht vom EA-MLA abgedeckt.
Was eine Werkskalibrierung leistet:
- Dokumentiert die Messabweichung des Werkzeugs gegenüber einem Normal
- Erstellt einen nachvollziehbaren Prüfnachweis
- Ist in der Regel kostengünstiger und schneller verfügbar
- Reicht für ISO-9001-konforme Prozesse in vielen Fällen aus
Was sie nicht leistet:
- Keine externe Überwachung des Kalibrierlabors durch eine unabhängige Stelle
- Keine garantierte, lückenlose Rückführbarkeit auf nationale Normale
- Die Prüfscheine besitzen keine weltweite Gültigkeit - viele Prüfer lehnen deren Anerkennung auch national ab, was im Rahmen von Audits zulässig ist
Was ist eine DAkkS-Kalibrierung?
Die DAkkS ist die nationale Akkreditierungsstelle der Bundesrepublik Deutschland mit der Befugnis, Konformitätszertifikate für Kalibrierlabore auszustellen. Eine DAkkS-Kalibrierung bedeutet: Das Gerät wurde in einem von der DAkkS akkreditierten Labor nach international anerkannten Normen kalibriert.1Normenkonforme Maschinenfähigkeitsuntersuchungen | windmesse.de
Akkreditierte Kalibrierungen werden in Form, Aufbau und Inhalt regelmäßig von der Deutschen Akkreditierungsstelle geprüft und überwacht. Diese stellt sicher, dass das Labor sowohl über die technische Kompetenz und Ausstattung als auch über ein geeignetes Managementsystem verfügt.
Das Ergebnis ist ein DAkkS-Kalibrierschein mit Akkreditierungszeichen - ein weltweit anerkannter Nachweis, dass die Messung rückführbar und das Verfahren extern überwacht ist.
Was eine DAkkS-Kalibrierung garantiert:
- Kalibrierung nach DIN EN ISO/IEC 17025 durch ein akkreditiertes Labor
- Lückenlose, extern überwachte Rückführbarkeit auf nationale Normale (PTB)
- Vollständige Angabe der Messunsicherheit nach GUM
- Internationale Anerkennung des Kalibrierscheins in allen Ländern, deren akkreditierte Institutionen die multilateralen Abkommen (MLA) unterzeichnet haben: EA, IAF und ILAC
- Uneingeschränkte Akzeptanz bei IATF 16949, EN 9100 und Kunden-Audits
Der entscheidende Unterschied: Rückführbarkeit
Der Kernunterschied zwischen beiden Verfahren liegt nicht im Messergebnis selbst - sondern in der nachgewiesenen Qualität dieses Ergebnisses.
Nur eine Kalibrierung nach ISO 17025 garantiert die Rückführbarkeit auf das nationale Normal.
Was Rückführbarkeit konkret bedeutet: Eine ununterbrochene Kette von Vergleichsmessungen, die bis zur Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) zurückverfolgt werden kann. DAkkS-Kalibrierungen werden mit Normalen durchgeführt, die regelmäßig durch die PTB oder ein DAkkS-Labor rekalibriert werden. Sie können ausschließlich von einem DAkkS-akkreditierten Kalibrierlabor nach verbindlichen Normen und Richtlinien erstellt werden.
Bei der Werkskalibrierung hingegen obliegt die Sicherstellung der Rückführbarkeit der Eigenverpflichtung des Labors - eine externe Kontrolle findet nicht statt. Werkskalibrierungen unterliegen der Selbstverpflichtung des Kalibrierlabors zu korrekter Messunsicherheitsangabe, Rückführbarkeit und sorgfältiger Laborarbeit.
Warum das im Schadensfall zählt
Bei Produkthaftung, Abnahmeprüfungen oder Begutachtungen ist die DAkkS-Kalibrierung Standard. Gerichte und Versicherer akzeptieren DAkkS-Kalibrierscheine als Nachweis ordnungsgemäß geprüfter Messtechnik. Ein Werkskalibrierzeugnis ohne Akkreditierungszeichen stellt in solchen Situationen ein erhöhtes Risiko dar - denn es liegt an Ihnen zu belegen, dass das ausstellende Labor vertrauenswürdig und kompetent ist. Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel über Haftungsrisiken in der Schraubmontage.
Direkte Gegenüberstellung: Werkskalibrierung vs. DAkkS-Kalibrierung
| Merkmal | Werkskalibrierung | DAkkS-Kalibrierung |
|---|---|---|
| Durchführendes Labor | Hersteller oder nicht-akkreditiertes Labor | DAkkS-akkreditiertes Labor (DIN EN ISO/IEC 17025) |
| Rückführbarkeit auf nationale Normale | Selbstverpflichtung des Labors - keine externe Prüfung | Gesichert und regelmäßig durch DAkkS überwacht |
| Kalibrierzertifikat | Werkskalibrierschein - ohne DAkkS-Akkreditierungszeichen | DAkkS-Kalibrierschein mit Akkreditierungszeichen |
| Internationale Anerkennung | Eingeschränkt - von Auditoren teils abgelehnt | Weltweit anerkannt (EA-MLA, ILAC, IAF) |
| Externe Überwachung des Labors | Keine | Regelmäßige Begutachtung durch DAkkS |
| Messunsicherheitsangabe | Grundlegend - nicht immer vollständig | Vollständig nach GUM, transparent dokumentiert |
| Akzeptanz bei IATF 16949 / EN 9100 Audits | Eingeschränkt - Risiko der Nicht-Anerkennung | Uneingeschränkt anerkannt |
| Eignung für Kategorie-A-Verschraubungen (VDI/VDE 2862) | Nicht ausreichend | Ja - Pflicht |
| Kosten | Günstiger | Höher, aber rechtssicher |
| Typischer Einsatz | C-Verschraubungen, interne Prüfmittel ohne Audit-Relevanz | A- und B-Verschraubungen, alle auditierten Prozesse |
Wann reicht eine Werkskalibrierung aus?
Werkskalibrierung ist nicht pauschal schlechter - sie ist für bestimmte Anwendungsfälle die richtige, wirtschaftliche Wahl:
- Kategorie-C-Verschraubungen nach VDI/VDE 2862, bei denen kein Sicherheits- oder Funktionsrisiko besteht
- Interne Prüfmittel ohne Audit-Relevanz, die ausschließlich im eigenen Betrieb genutzt werden
- Zwischenprüfungen zwischen regulären Kalibrierzyklen, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen - ergänzend zur DAkkS-Kalibrierung
- Prozesse, die ausschließlich unter ISO 9001 zertifiziert sind und keine branchenspezifischen Normen wie IATF 16949 erfüllen müssen
Wann ist DAkkS-Kalibrierung Pflicht?
Drei Situationen erfordern zwingend eine DAkkS-akkreditierte Kalibrierung:
1. Kategorie-A- und B-Verschraubungen nach VDI/VDE 2862
Schraubfälle der Kategorie A nach VDI/VDE 2862 bergen bei Ausfall ein Risiko für Leib und Leben sowie die Umwelt. Schraubfälle der Kategorie A bergen bei Ausfall ein Risiko für Leib und Leben sowie die Umwelt. Schraubfälle der Kategorie B stellen bei Ausfall ein Risiko für Funktionsausfall dar. Schraubfälle der Kategorie C stellen kein Risiko dar.
Nach der Richtlinie VDI/VDE 2862 Blatt 2 müssen Werkzeuge, die in der Produktion eingesetzt werden, durch ein akkreditiertes Prüflabor geprüft werden.
2. Audit-pflichtige Prozesse nach IATF 16949 und EN 9100
IATF 16949 Kapitel 7.1.5.3.2 schreibt vor, dass Kalibrierzertifikate ein Akkreditierungszeichen der nationalen Akkreditierungsgesellschaft tragen müssen.
IATF 16949, Kapitel 7.1.5.3.2: Kalibrierzertifikate müssen ein Akkreditierungszeichen der nationalen Akkreditierungsgesellschaft tragen. Eine reine Werkskalibrierung ohne DAkkS-Zeichen erfüllt diese Anforderung in IATF-16949-auditierten Prozessen nicht - und kann im Audit als Befund gewertet werden.
Auslöser für die verschärften Anforderungen war die Norm IATF 16949 mit den erweiterten Forderungen zu "Ressourcen zur Überwachung und Messung". Dort heißt es, dass "die betreffende Kalibrier-Dienstleistung in dem Umfang der Akkreditierung eingeschlossen sein muss. Kalibrierzertifikate müssen ein Akkreditierungszeichen der nationalen Akkreditierungsgesellschaft tragen."
In der Automobilindustrie ist die akkreditierte Kalibrierung eine zwingende Forderung der IATF 16949 für externe Labore. In der Luft- und Raumfahrt gilt EN 9100 als höchste Sicherheitsstufe.
3. Überall dort, wo Rückführbarkeit lückenlos nachgewiesen werden muss
Immer wenn Kunden, Behörden oder Gerichte den Nachweis verlangen, dass Ihre Messungen auf internationale Normale zurückführbar sind, ist der DAkkS-Kalibrierschein das einzige Dokument, das diese Anforderung vollständig und extern bestätigt erfüllt.
Einen kompakten Überblick über alle 10 Punkte, die Auditoren in Schraubprozessen prüfen - inklusive Kalibriernachweis - finden Sie in unserer Audit-Checkliste für Schraubprozesse.
Ihr Schnelltest: DAkkS oder Werkskalibrierung?
Nicht sicher, welches Verfahren Ihre Anwendung erfordert? Beantworten Sie vier kurze Fragen - und erhalten Sie sofort eine klare Einschätzung:
Kostenvergleich: Was Sie wirklich bezahlen
Auf den ersten Blick ist die Werkskalibrierung günstiger - das stimmt. Eine Prüfung nach DIN ISO 9001 verursacht geringere Kosten als eine DAkkS-Kalibrierung.
Doch dieser Kostenvorteil kann sich schnell umkehren, wenn Sie die Folgekosten einkalkulieren:
| Kostenfaktor | Werkskalibrierung | DAkkS-Kalibrierung |
|---|---|---|
| Direkte Kalibrierkosten | Niedriger | Höher |
| Nachkalibrierung bei Audit-Befund | Ja - doppelter Aufwand | Entfällt |
| Risiko bei sicherheitsrelevantem Schadensfall | Erhöht (fehlende Rückführbarkeit) | Minimiert |
| Internationale Gültigkeit | Eingeschränkt | Vollständig |
| Regelmäßige externe Laborüberwachung | Keine | Inklusive (durch DAkkS) |
| Audit-Sicherheit bei IATF 16949 / EN 9100 | Nicht gewährleistet | Vollständig gewährleistet |
Die entscheidende Frage: Wie hoch ist das Risiko, wenn Ihr Kalibrierzeugnis im Audit nicht anerkannt wird - und alle betroffenen Werkzeuge nachkalibriert werden müssen? Die Wahl zwischen DAkkS und Werkskalibrierung bestimmt Marktzugang, Produkthaftung und Qualitätsimage. Während die Werkskalibrierung kurzfristige Kostenvorteile bietet, sichert die DAkkS-Kalibrierung langfristige Wettbewerbsfähigkeit - besonders in regulierten Märkten mit Null-Fehler-Toleranz.
Das GWK DAkkS-Kalibrierlabor: Präzision mit Klasse 0,2
GWK betreibt ein eigenes DAkkS-akkreditiertes Kalibrierlabor - mit der vollautomatischen DWPM-1000c Prüfmaschine als Herzstück. Diese Kalibrierbank der Genauigkeitsklasse 0,2 deckt einen Messbereich von 2-1000 Nm ab und ermöglicht normkonforme Prüfabläufe nach DIN EN ISO 6789 und VDI/VDE 2648 - vollautomatisch, dokumentiert, rückverfolgbar.
Was das GWK-Labor bietet:
- Stationäre Kalibrierung im Labor in Schauren - mit vollständiger DAkkS-Dokumentation und Kalibrierprotokoll
- Mobiler Vor-Ort-Service - GWK kalibriert direkt in Ihrer Produktion, um Stillstandzeiten zu minimieren
- Fremdwerkzeuge - Sie können auch Drehmoment- und Drehwinkelschlüssel anderer Hersteller zur DAkkS-Kalibrierung einreichen
- Kalibriert ausgeliefert - alle GWK-Werkzeuge verlassen das Werk mit gültigem DAkkS-Kalibrierzertifikat
Das bedeutet für Sie: Wenn Sie ein QUANTEC MCS® Analysewerkzeug für Ihre Entwicklungsabteilung oder ein OPERATOR®-Produktionswerkzeug für die Montagelinie erhalten, ist das Kalibrierzertifikat bereits beigelegt - audit-ready, ohne Zusatzaufwand.
Auch unser Q-CHECK® Qualitätssicherungswerkzeug für Weiterdrehmomentmessungen und Prozessfähigkeitsuntersuchungen (PFU) nach VDI/VDE 2645-3 wird kalibriert ausgeliefert. Wichtig: Der Q-CHECK® ist ein QS- und Audit-Werkzeug - kein Kalibriergerät. Die Kalibrierung selbst übernimmt das DWPM-1000c im DAkkS-Labor.
Und wenn Sie kein eigenes Werkzeug kaufen wollen?
Mit dem GWK ToolRent®-Mietsystem erhalten Sie kalibrierte Messgeräte auf Abruf - ohne Investitionskosten und ohne eigenen Kalibrieraufwand. Ob Wochen-, Monats- oder Jahresmiete: Die Geräte werden mit gültigem DAkkS-Kalibrierzertifikat geliefert und sind sofort einsatzbereit.
Das ist besonders interessant für:
- Projektbezogene Messaufgaben ohne dauerhaften Bedarf
- Überbrückungslösungen während Wartung oder Kalibrierungsintervallen
- Pilotlinien, Serienanläufe und Prototypenbau
- Unternehmen, die Kapitalkosten minimieren und dennoch audit-sichere Dokumentation gewährleisten wollen
Fazit: Einmal richtig entscheiden - keine Überraschungen mehr im Audit
Die Werkskalibrierung ist kein schlechtes Verfahren - sie ist für viele Anwendungen die wirtschaftlich sinnvolle Wahl. Sobald jedoch Normen wie IATF 16949 oder EN 9100 gelten, Kategorie-A- oder B-Verschraubungen nach VDI/VDE 2862 vorliegen oder die lückenlose Rückführbarkeit nachgewiesen werden muss, führt kein Weg an der DAkkS-Kalibrierung vorbei.
Die gute Nachricht: Sie müssen diese Entscheidung nicht alleine treffen. Mit dem DAkkS-akkreditierten Kalibrierlabor, dem mobilen Vor-Ort-Service und dem flexiblen ToolRent®-Mietsystem haben Sie in GWK einen Partner, der Sie vom ersten Kalibrierzertifikat bis zum sicheren Audit-Bestehen begleitet. Accuracy by GWK.
Häufige Fragen: DAkkS vs. Werkskalibrierung
Ist eine Werkskalibrierung grundsätzlich wertlos?
Nein. Die Werkskalibrierung ist für viele Anwendungen absolut ausreichend - insbesondere für Kategorie-C-Verschraubungen und interne Prüfmittel ohne Audit-Relevanz. Sie unterliegt jedoch der Selbstverpflichtung des Labors und wird nicht extern durch die DAkkS überwacht. Wo Rückführbarkeit lückenlos nachgewiesen werden muss, reicht sie nicht aus.
Muss mein Kalibrierzertifikat das DAkkS-Logo tragen?
Bei IATF-16949- und EN-9100-auditierten Prozessen sowie bei Kategorie-A- und B-Verschraubungen nach VDI/VDE 2862 ja. Die IATF 16949 (Kap. 7.1.5.3.2) schreibt explizit vor, dass Kalibrierzertifikate ein Akkreditierungszeichen tragen müssen. Ein Werkskalibrierzeugnis ohne dieses Symbol ist im Audit kein vollgültiger Nachweis.
Was bedeutet 'Rückführbarkeit' konkret?
Rückführbarkeit beschreibt eine ununterbrochene Kette von Vergleichsmessungen, die bis zu einem nationalen oder internationalen Primärnormal zurückverfolgt werden kann - in Deutschland die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB). Nur ein DAkkS-akkreditiertes Labor kann diese Kette verbindlich und extern überwacht nachweisen.
Kann GWK auch Werkzeuge anderer Hersteller kalibrieren?
Ja. Das DAkkS-akkreditierte Kalibrierlabor von GWK kalibriert nicht nur eigene Werkzeuge, sondern auch Fremdwerkzeuge im Messbereich 2-1000 Nm. Die Kalibrierung erfolgt vollautomatisch mit der DWPM-1000c (Genauigkeitsklasse 0,2), wahlweise stationär oder mobil vor Ort.
Was passiert, wenn mein abgelaufenes Zertifikat im Audit auffliegt?
Ein abgelaufenes Kalibrierzertifikat ist einer der häufigsten Audit-Befunde. Im besten Fall führt das zu einer Abweichung mit Frist zur Nachbesserung. Im schlechtesten Fall - insbesondere bei sicherheitskritischen A-Klasse-Verschraubungen - drohen Produktionsstopp, Rückruf bereits gefertigter Teile oder Haftungsfragen nach dem Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG).
Wie oft muss ein Drehmomentschlüssel kalibriert werden?
Nach DIN EN ISO 6789 gilt: Rekalibrierung spätestens nach 12 Monaten oder 5.000 Anwendungen - je nachdem, was zuerst eintritt. Nach Sturz, Überlastung oder Reparatur ist eine sofortige Nachkalibrierung erforderlich, unabhängig vom Intervall.


