Ein Schrauber dreht an. Das Drehmoment steigt, der Winkel wird erfasst, das Werkzeug schaltet ab. Dieser Vorgang wiederholt sich in einer Automobilmontage tausende Male pro Schicht - und jede einzelne Verschraubung hinterlässt einen Datenpunkt. Die entscheidende Frage ist nicht, ob diese Daten existieren, sondern ob sie in Echtzeit ausgewertet werden, bevor ein Prozessdrift zur Ausschussursache wird.

Genau hier setzt Echtzeit-SPC (Statistical Process Control) an. Dieser Leitfaden zeigt, wie der Datenfluss vom Werkzeug bis zur Regelkarte konkret aufgebaut wird, welche Kennzahlen zählen und wie ein Live-Dashboard mit sinnvollen Frühwarnungen aussieht - mit den GWK-Werkzeugen QUANTEC MCS®, OPERATOR® und Q-CHECK® als Datenquellen.


Was Echtzeit-SPC von klassischer Qualitätskontrolle unterscheidet

SPC ist ein Verfahren der statistischen Prozesskontrolle, mit dem laufende Prozesse auf Basis von Messwerten überwacht und auf Abweichungen hin ausgewertet werden - mit dem Ziel, Schwankungen sichtbar zu machen und die Produktqualität schon während der laufenden Produktion abzusichern.

Der Unterschied zur nachgelagerten Prüfung: Entscheidungen stützen sich auf reale Messergebnisse statt auf Vermutungen, und Eingriffe erfolgen dort, wo tatsächliche Ursachen liegen - nicht erst am Ende der Linie.

Eine Prozessfähigkeitsuntersuchung (PFU) ist immer eine Momentaufnahme. Werkzeugverschleiß, Materialschwankungen oder neue Mitarbeiter können die Prozessfähigkeit im Zeitverlauf negativ beeinflussen. Kontinuierliches Monitoring mittels SPC ist daher unerlässlich.

Das bedeutet: Die PFU nach VDI/VDE 2645-3 liefert den Startpunkt - SPC sichert den laufenden Betrieb. Beide Methoden greifen ineinander. Mehr zur Durchführung der Prozessfähigkeitsuntersuchung lesen Sie in unserem Praxisartikel zur PFU nach VDI/VDE 2645-3.


Schritt 1: Datenquellen und Datenfluss

OPERATOR® - Produktionsdaten direkt aus der Linie

Der OPERATOR® erfasst bei jeder Verschraubung Abschaltdrehmoment, Drehwinkel und Schraubergebnis (IO/NIO) und überträgt diese Werte per WLAN an übergeordnete Systeme. Der OPERATOR® EST01 kommuniziert zusätzlich über SPS und Open Protocol - damit ist die direkte Anbindung an MES- oder SCADA-Ebenen ohne Medienbruch möglich.

Für die SPC-Auswertung relevante Rohdaten je Verschraubung:

  • Abschaltdrehmoment (Nm) - primäre Regelgröße
  • Drehwinkel (°) - Ergänzungsgröße, besonders bei drehwinkelgesteuerten Prozessen
  • Schraubergebnis (IO/NIO) - Basis für Ausschussquoten
  • Zeitstempel und Werkzeug-ID - für Trendanalyse und Werkzeugvergleich

QUANTEC MCS® - Analyse und Entwicklung

Das QUANTEC MCS® Analysewerkzeug mit festpunktloser Drehwinkelmessung liefert hochauflösende Drehmomentkurven. In der Qualitätssicherung und Entwicklung werden damit Schraubverbindungen detailliert charakterisiert - die Daten fließen über QuanLab Pro® in die Auswertungsumgebung. Für die SPC-Baseline-Ermittlung (z. B. Streuungscharakteristik eines neuen Schraubfalls) ist das QUANTEC MCS® das Werkzeug der Wahl.

Q-CHECK® - Audit und Weiterdrehmomentmessung

Das Q-CHECK® QS- und Audit-Werkzeug mit einer Genauigkeit von ±1 % zwischen 10 und 100 % des Nennbereiches und einem Messbereich von 3-1000 Nm liefert die Weiterdrehmomentmesswerte, die nach VDI/VDE 2645-3 für die PFU benötigt werden. Mit 2 GB internem Speicher können Messdaten auch ohne direkte Netzwerkverbindung erfasst und später in die SPC-Umgebung importiert werden.

Isometric illustration of a smart factory assembly line: a worker uses a connected torque wrench at a workstation, data flows via wireless signal to a central monitor showing a real-time control chart with Cpk values and warning indicators

Schritt 2: Die richtigen Kennzahlen - Cmk, Cpk und was sie wirklich aussagen

Cmk - Maschinenfähigkeit als Ausgangsbasis

Der Maschinenfähigkeitsindex Cmk misst die Kurzzeit-Fähigkeit einer Maschine, Teile innerhalb spezifizierter Toleranzen zu produzieren. Er wird unter kontrollierten Bedingungen ermittelt und beschreibt den reinen Maschineneinfluss - ohne Streuung durch Mensch, Material oder Umgebung.

Bewertungsmaßstab in der Praxis:

Cmk-Bewertungsskala für Schraubprozesse
Cmk-WertBewertungEmpfohlene Maßnahme
≥ 1,67HochfähigRegelbetrieb, SPC-Überwachung
1,33 – 1,67Fähig, VerbesserungspotenzialEngmaschigere Überwachung, Ursachenanalyse
< 1,33Nicht fähigSofortiger Eingriff, Prozessoptimierung

In der Automobilindustrie fordern viele Hersteller für kritische Prozesse einen Cmk ≥ 1,67. Ein Cmk-Wert von 1,67 bedeutet, dass 99,99994 % aller Verschraubungen innerhalb der zulässigen Toleranzen liegen.

Cpk - Prozessfähigkeit unter Serienbedingungen

Im Unterschied zur Maschinenfähigkeitsuntersuchung (MFU) werden bei der Prozessfähigkeitsuntersuchung zusätzlich zum Maschineneinfluss die Einflusskategorien Mensch, Material, Methode und Mitwelt (Umgebung) berücksichtigt.

Regelkarten machen sichtbar, ob ein Prozess stabil läuft, während Prozessfähigkeitskennzahlen zeigen, ob die geforderten Toleranzen dauerhaft eingehalten werden. Geprüft wird, ob die natürliche Streuung des Prozesses innerhalb der geforderten Grenzen liegt. Ein Prozess kann stabil laufen und trotzdem fehlerhafte Teile erzeugen, wenn seine Lage oder Streuung nicht zu den Toleranzen passt.

Ein Cpk von 1,67 ergibt eine Ausschussmenge von lediglich 0,57 ppm (parts per million). Ein Cpk von 1,33 ergibt bereits 63 ppm. Bei sicherheitskritischen Schraubverbindungen ist dieser Unterschied nicht akademisch - er ist entscheidend.

Cp vs. Cpk: Potenzial und Lage

Cm und Cp beschreiben die "potenzielle Fähigkeit" - also die Fähigkeit, die man erreichen könnte, wenn der Prozess zentriert wäre. Im besten Fall, wenn der Prozessmittelwert genau in der Mitte des Toleranzbereichs liegt, ist Cpk gleich Cp; sonst ist Cpk kleiner.

Für die SPC-Praxis gilt: Cp zeigt, ob der Prozess grundsätzlich in die Toleranz passt. Cpk zeigt, ob er auch tatsächlich dort liegt. Beide Werte müssen im Dashboard sichtbar sein.


Schritt 3: Regelkarten aufbauen - Typen, Grenzen, Signale

Welche Regelkarte für Schraubprozesse?

Für Schraubprozesse mit kontinuierlichen Messwerten (Drehmoment, Winkel) eignen sich:

  • x̄-R-Karte (Mittelwert-Spannweiten-Karte): Für Stichproben mit n = 2-10 Messungen je Zeiteinheit. Klassisch für Serienfertigung.
  • x̄-s-Karte (Mittelwert-Standardabweichungs-Karte): Für größere Stichproben, präzisere Streuungsschätzung.
  • Einzelwert-Karte (I-MR): Wenn jede Verschraubung einzeln bewertet wird - typisch bei Audit-Stichproben mit dem Q-CHECK®.

Warn- und Eingriffsgrenzen

Neben der statistisch gestützten Festlegung der Warn- und Eingriffsgrenzen muss beachtet werden, wie schnell und wie heftig ein Prozess auf einen Eingriff reagiert. Wird eine Warn- oder Eingriffsgrenze überschritten, müssen sofort Maßnahmen zur Überprüfung der Prüfergebnisse und Out-of-Control-Actions (OOCA) zur Wiedererreichung der Prozessstabilität eingeleitet werden.

Typische Grenzwerte für Schraubprozesse:

  • Warngrenzen: ±2σ vom Mittelwert
  • Eingriffsgrenzen: ±3σ vom Mittelwert

Trendregeln und Ausreißererkennung nach Western Electric

Die klassische Shewhart-Regelkarte gibt nur ein Alarmsignal, wenn ein Messpunkt außerhalb von ±3σ vom Mittelwert liegt. Das Problem: Kleine, aber systematische Drifts im Prozess bleiben so lange unentdeckt.

Die Western-Electric-Regeln reagieren früher, indem sie auch Muster innerhalb der 3σ-Grenzen als Signal werten: Regel 1 - ein Punkt außerhalb ±3σ (klare Sonderursache); Regel 2 - zwei von drei aufeinanderfolgenden Punkten außerhalb ±2σ auf derselben Seite; Regel 3 - vier von fünf aufeinanderfolgenden Punkten außerhalb ±1σ auf derselben Seite; Regel 4 - acht oder mehr Punkte in Folge auf derselben Seite der Mittellinie.

Für Schraubprozesse besonders relevant: Regel 4 erkennt schleichende Prozessverschiebungen - etwa durch Werkzeugverschleiß oder Temperatureinflüsse - lange bevor ein Einzelwert die Eingriffsgrenze verletzt.

lightbulb Tip

Praxishinweis Trendüberwachung: Aktivieren Sie in Ihrer SPC-Software mindestens die Western-Electric-Regeln 1 und 4. Regel 1 fängt Ausreißer, Regel 4 erkennt Drifts. Für sicherheitskritische Schraubfälle (VDI/VDE 2862 Klasse A) empfiehlt sich zusätzlich Regel 2, um frühe Streuungszunahmen zu detektieren.


Schritt 4: Live-Dashboard - was wirklich auf den Bildschirm gehört

Ein SPC-Dashboard für Schraubprozesse ist kein Selbstzweck. Es muss dem Werker und dem Qualitätsingenieur auf einen Blick zeigen, ob eingegriffen werden muss. Weniger ist mehr.

Pflichtinhalte eines Schraubprozess-Dashboards

Element Inhalt Aktualisierung
Regelkarte (x̄-R) Letzte 25-50 Verschraubungen je Schraubstelle Echtzeit, je Verschraubung
Cpk-Anzeige Aktueller Wert + Trend (letzter Schicht-Cpk) Rollierend, alle 50 Verschraubungen
IO/NIO-Quote Anteil fehlerhafter Verschraubungen je Schicht Kumuliert, je Schicht
Alarmstatus Aktive Western-Electric-Verletzungen Sofort bei Auslösung
Werkzeugstatus Kalibrierungsfälligkeit, Betriebsstunden Täglich

Frühwarnungen richtig konfigurieren

Ein proaktives Gegensteuern durch frühzeitiges Erkennen von Trends und Abweichungen ist möglich. Ein automatisches Frühwarnsystem stellt die automatisierte Überwachung einer Vielzahl von Prozessparametern sicher.

Bewährt haben sich drei Eskalationsstufen:

  1. Gelb - Warnung: Cpk fällt unter 1,67 oder Western-Electric-Regel 2/3 ausgelöst -> Benachrichtigung an Werker und Schichtführer
  2. Orange - Eingriff erforderlich: Cpk unter 1,33 oder Regel 1/4 ausgelöst -> Prozessstopp prüfen, Ursachenanalyse einleiten
  3. Rot - Prozessstopp: Mehrere NIO-Verschraubungen in Folge oder Cpk unter 1,0 -> Linie stoppen, Qualitätsingenieur informieren

Schritt 5: Verbindung zur PFU nach VDI/VDE 2645-3

Das Ziel einer Prozessfähigkeitsuntersuchung für Verschraubungen ist die Bewertung und Dokumentation der Qualitätsfähigkeit eines Schraubprozesses unter Serienbedingungen. Mittels PFU werden Anhaltspunkte zur Beurteilung und kontinuierlichen Verbesserung des Schraubprozesses geliefert.

Dazu zählen das Erkennen systematischer Einflüsse zur gezielten Verbesserung des Schraubprozesses, das Beurteilen der Wirkung von Maßnahmen zur Prozessverbesserung sowie das Festlegen der Eingriffsgrenzen von Qualitätsregelkarten.

Die PFU liefert also genau die Eingriffsgrenzen, die in Schritt 3 in die Regelkarte eingetragen werden. Der Kreislauf schließt sich:

clipboard-check
PFU durchführen
Weiterdrehmomentmessung mit Q-CHECK® nach VDI/VDE 2645-3 unter Serienbedingungen. Cmk/Cpk ermitteln, Eingriffsgrenzen ableiten.
arrow_forward
chart-line
SPC einrichten
Regelkarte mit den PFU-Grenzen parametrieren. Werkzeugdaten aus OPERATOR® und QUANTEC MCS® als Datenquellen anbinden.
arrow_forward
monitor
Echtzeit überwachen
Live-Dashboard mit Frühwarnungen betreiben. Western-Electric-Regeln aktiv schalten. Cpk rollierend berechnen.
arrow_forward
wrench
Eingreifen und verbessern
Bei Alarmauslösung Ursache analysieren, Maßnahme umsetzen, Wirksamkeit per erneuter PFU bestätigen.

Sie möchten wissen, ob Ihre aktuellen Schraubprozesse SPC-fähig sind? GWK analysiert Ihren Schraubfall und zeigt Ihnen, welche Kennzahlen und Werkzeuge für Ihre Anwendung sinnvoll sind.

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Häufige Fehler beim Aufbau von Echtzeit-SPC

In der Praxis entstehen viele Fehler bei SPC durch Eingriffe in einen eigentlich stabilen Prozess. Wer bei jedem Ausreißer nachjustiert, erhöht die Streuung statt sie zu senken - ein klassischer Overadjustment-Fehler.

Weitere typische Stolperstellen:

  • Falscher Regelkartentyp: Eine Einzelwert-Karte für Stichproben verwenden oder umgekehrt - das verzerrt Warn- und Eingriffsgrenzen erheblich.
  • Zu wenig Basisdaten: Für eine belastbare Fähigkeitsuntersuchung sollten mindestens n = 50, besser n = 100 Messwerte vorliegen.
  • Keine Normalverteilungsprüfung: Ein Cpk von 1,50 für ein normalverteiltes Merkmal ist nicht direkt mit einem Cpk von 1,50 für ein Weibull-verteiltes Merkmal vergleichbar, da die zugrundeliegenden Fehlerraten unterschiedlich sind. Schraubprozesse mit einseitiger Toleranz (z. B. Mindestdrehmoment) erfordern besondere Aufmerksamkeit.
  • Dashboard ohne Kontext: Cpk-Werte ohne zugehörige Regelkarte sind wenig aussagekräftig. Schauen Sie immer zuerst auf die Bilder (Histogramm, Regelkarte), bevor Sie auf die Zahlen (Cpk) schauen. Die Bilder erzählen oft die wichtigere Geschichte.

Interaktiver Cpk-Rechner für Schraubprozesse

Berechnen Sie direkt, ob Ihr Schraubprozess die geforderten Fähigkeitskennwerte erreicht:


Fazit: SPC ist kein Projekt, sondern ein Betriebsmodus

Echtzeit-SPC für Schraubprozesse funktioniert nur, wenn drei Voraussetzungen erfüllt sind: präzise Messdaten aus kalibrierten Werkzeugen, korrekt parametrierte Regelkarten auf Basis einer validen PFU, und ein Dashboard, das Alarme so konfiguriert, dass sie handlungsauslösend sind - nicht lähmend.

QUANTEC MCS®, OPERATOR® und Q-CHECK® liefern die Datenbasis. Die Verbindung zur PFU nach VDI/VDE 2645-3 stellt sicher, dass Eingriffsgrenzen nicht willkürlich gesetzt, sondern messtechnisch begründet sind. Und die Western-Electric-Regeln sorgen dafür, dass Drifts erkannt werden, lange bevor ein Ausreißer die Linie stoppt.

Das ist kein theoretisches Konzept. Das ist der Stand der Technik in der Schraubmontage - und er ist mit den richtigen Werkzeugen heute umsetzbar.

Sehen Sie live, wie QUANTEC MCS® und OPERATOR® Daten für Ihre SPC-Auswertung liefern – in einer persönlichen Demo mit GWK-Anwendungsingenieuren.

Live-Demo: QUANTEC in Aktion erleben
help_outlineWas ist der Unterschied zwischen Cmk und Cpk in der Schraubtechnik?expand_more

Cmk (Maschinenfähigkeitsindex) bewertet die Kurzzeit-Fähigkeit des Schraubwerkzeugs unter kontrollierten Bedingungen – ohne Einflüsse durch Mensch, Material oder Umgebung. Cpk (Prozessfähigkeitsindex) erfasst die Langzeit-Fähigkeit unter realen Serienbedingungen und berücksichtigt alle Einflussfaktoren. Für eine vollständige Bewertung nach VDI/VDE 2645-3 werden beide Kennzahlen benötigt: Cmk als Baseline des Werkzeugs, Cpk als Nachweis der Prozessfähigkeit im Betrieb.

help_outlineWie viele Messwerte brauche ich für eine belastbare SPC-Auswertung?expand_more

Für die initiale Prozessfähigkeitsuntersuchung (PFU) nach VDI/VDE 2645-3 werden mindestens 50, besser 100 Messwerte empfohlen. Für die laufende SPC-Überwachung mit Regelkarten sind rollierend 25–50 Messwerte je Auswertungsintervall ausreichend, sofern die Basislinie aus der PFU vorliegt.

help_outlineWelches GWK-Werkzeug eignet sich für die Weiterdrehmomentmessung nach VDI/VDE 2645-3?expand_more

Das Q-CHECK® QS- und Audit-Werkzeug ist speziell für Weiterdrehmomentmessungen zur Prozessfähigkeitsuntersuchung nach VDI/VDE 2645-3 ausgelegt. Mit einer Genauigkeit von ±1 % zwischen 10 und 100 % des Nennbereiches und einem Messbereich von 3–1000 Nm deckt es die typischen Anforderungen in Automotive und Maschinenbau ab.

help_outlineWas sind Western-Electric-Regeln und warum sind sie für Schraubprozesse relevant?expand_more

Die Western-Electric-Regeln sind vier Entscheidungsregeln für Regelkarten, die systematische Prozessveränderungen erkennen, bevor ein Einzelwert die Eingriffsgrenze verletzt. Für Schraubprozesse ist besonders Regel 4 (acht aufeinanderfolgende Punkte auf einer Seite der Mittellinie) wichtig: Sie erkennt schleichende Drifts durch Werkzeugverschleiß oder Temperatureinflüsse frühzeitig.

help_outlineKann der OPERATOR® EST01 direkt in eine SPC-Software eingebunden werden?expand_more

Ja. Der OPERATOR® EST01 kommuniziert über SPS-Schnittstelle und Open Protocol, was eine direkte Anbindung an MES-Systeme, SCADA-Ebenen und SPC-Software ermöglicht. Jede Verschraubung überträgt Abschaltdrehmoment, Drehwinkel und IO/NIO-Ergebnis in Echtzeit – ohne manuelle Dateneingabe.